
Die bulgarische First Investment Bank (Fibank) will Anfang 2027 Krypto-Investments in ihre App My Fibank integrieren. Die technische Grundlage liefert Bitpanda Enterprise, die Infrastruktur von Bitpanda für Banken. Laut Bitpanda erhalten damit mehr als eine Million Kunden der Bank Zugang zu digitalen Vermögenswerten. Nach Angaben der Meldung wäre Fibank die erste Bank in Bulgarien mit integriertem Kryptozugang. Was Banken daraus mitnehmen: Die Bank baut kein eigenes Kryptosystem. Sie bindet einen spezialisierten Infrastrukturpartner an die bestehende App an. Damit verschiebt sich die Aufgabe vom Produktbau zur Steuerung des Partners. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank sollten vor einem solchen Start drei Punkte geklärt sein. Erstens: Der Partner ist im IKT-Register (Informationsregister für IKT-Drittdienstleister nach DORA) erfasst, und seine Funktion ist als kritisch oder wichtig bewertet. Zweitens: Ein Ausstiegsplan beschreibt, wie das Angebot ohne den Partner weiterläuft oder abgewickelt wird. Drittens: Vorfallmeldungen und Prüfrechte sind im Vertrag festgelegt. Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt, weil die Bewertung des Partners die Grundlage für Vertrag und Ausstiegsplan bildet. Wie die Fibank diese Punkte regelt, nennt die Quelle nicht. Als Zeitraum nennt die Quelle ausschließlich den Start Anfang 2027.
