
Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat am 30. September 2026 ihre Aufsichtsprioritäten für 2027 bis 2029 festgelegt. Für 2027 stehen unter anderem die Kontinuitäts- und Notfallplanung sowie die Umsetzung der EU-Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) im Mittelpunkt. Die nationalen Aufsichtsbehörden sollen prüfen, wie Versicherer ihre Notfallplanung mit Risikomanagement und Unternehmensführung verbinden. Dazu gehören Störungen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Auslagerungsabhängigkeiten, laufende Bedrohungsüberwachung und zeitnahe Sicherheitskorrekturen an eigener Software und Software von Dritten. Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und vertrieblich tätiger Chatbots gehört zu den genannten Aufsichtsthemen. Für die Prüfungsplanung empfiehlt Qvestcon, diese Themen in einer gemeinsamen Übersicht zusammenzuführen: Welche kritischen Abläufe hängen von welchen Systemen und Dienstleistern ab? Welche Notfallverfahren bestehen, und wer verantwortet deren Umsetzung? So lässt sich gezielt prüfen, ob Notfallplanung, technische Maßnahmen und Risikobeurteilung zusammenpassen. Diese Vorgehensweise ist eine Einordnung von Qvestcon. Das Dokument benennt Aufsichtsschwerpunkte für 2027, aber keine neue allgemeine Umsetzungsfrist für diese Arbeitsschritte.
