FAQ · Verträge und laufende Steuerung
Was geschieht, wenn ein Anbieter erforderliche Vertragsklauseln ablehnt?
Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.
Antwort
Ein Eskalationsfall mit Klauselabweichung, Alternative, Risikobild und Entscheidungstermin bringt die Ablehnung auf die zuständige Ebene, bevor jemand unterschreibt. Zuerst klären Einkauf und Recht, ob die Leistung richtig eingeordnet ist und welche Klausel tatsächlich gilt.
Was DORA und die RTS als Mindestinhalt vorgeben, muss nach der BaFin im Vertrag stehen. Eine interne Risikoakzeptanz ersetzt diese Inhalte deshalb nicht. Für Banken sind nach § 25b KWG die Rechte des Hauses einschließlich der Weisungs- und Kündigungsrechte schriftlich zu vereinbaren, für Versicherer nach § 32 VAG die erforderlichen Auskunfts- und Weisungsrechte vertraglich zu sichern. Fachbereich und Risikofunktionen bewerten währenddessen Abhängigkeit, verbleibende Risiken und Wechselmöglichkeiten.
In der Praxis
Legen Sie einen Eskalationsfall mit Klauselabweichung, Alternativen, Risikobild und Entscheidungstermin an.
- Prüfen Sie die Anwendbarkeit der Klausel.
- Verhandeln Sie eine alternative Formulierung und Anbieteroptionen.
- Unterschreiben Sie erst nach dokumentierter Entscheidung.
Nachweis: Als Nachweis dient die Eskalationsvorlage mit offener Pflicht und Maßnahme.
