
Selbstheilende Speichersysteme überwachen sich fortlaufend, erkennen Fehler und leiten Korrekturen ohne menschliches Eingreifen ein. Sie nutzen dafür unter anderem Prüfsummen, Paritätsinformationen, Erasure-Coding und RAID-Verbünde. Genannte Vorteile sind weniger Ausfallzeiten, geringeres Risiko von Datenverlust und Unterstützung bei der Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Die Grenze nennt die Meldung ebenfalls: Bei schweren Hardwareproblemen oder fehlender Redundanz bleibt menschliches Eingreifen erforderlich. Für die Resilienzplanung in Banken und Versicherern heißt das: Die Selbstheilung ersetzt kein Wiederherstellungsverfahren. Praktisch sinnvoll ist, je kritischem Speichersystem zu prüfen, welche Fehlerarten automatisch abgefangen werden, wo Redundanz fehlt und welche Fälle eine Person lösen muss. Diese Fälle gehören mit Zuständigkeit in das Notfallhandbuch und in den nächsten Wiederherstellungstest.
