
Die Threat Research Unit von Acronis hat die Kampagne BOSSAI analysiert, bei der ein einzelner Akteur ein Netzwerk aus zwölf eingerichteten KI-Agenten steuerte, von denen neun während der Analyse aktiv waren. Betroffen waren Rettungsdienste, Finanzunternehmen, Hochschulen und staatliche Einrichtungen. Bei rund zehn Zielen bestätigte Acronis Datenabflüsse oder Systemzugriffe. Die Agenten nutzten Sicherheitswerkzeuge, die über Server für das Model Context Protocol (MCP, eine Schnittstelle zwischen KI-Agenten und Werkzeugen) angebunden waren. Sie arbeiteten unzuverlässig und erfanden teils Schwachstellen. Wo Authentifizierung und Zugriffsbeschränkungen wirksam umgesetzt waren, blieben die Angriffe erfolglos. Acronis empfiehlt vier Schritte, die sich für Vorstand, COO und CISO direkt in Aufgaben übersetzen lassen: Aus dem Internet erreichbare Systeme regelmäßig erfassen. Die Authentifizierung für jede Schnittstelle (API) serverseitig prüfen. SQL-Injection-Lücken schließen. Automatisch gemeldete Schwachstellen technisch überprüfen, bevor sie priorisiert werden. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank gelingt der erste Schritt am besten, wenn das Register der Systeme und Dienstleister die externe Sicht ergänzt.
