
KI-Agenten arbeiten direkt auf dem Endgerät. Sie lesen Dateien und lokale Repositories, greifen auf die Zwischenablage zu und handeln innerhalb anderer Anwendungen. Klassische Schutzwerkzeuge wie Cloud Access Security Broker (CASB, Kontrollstelle für Cloud-Zugriffe) und Data-Loss-Prevention-Systeme prüfen den Netzwerkverkehr. Bei lokal laufenden Modellen entsteht dieser Verkehr nicht. Die meisten Endpoint-Detection-and-Response-Werkzeuge (EDR) erkennen die Agenten ebenfalls nicht, weil es sich um legitime Prozesse handelt. Das Model Context Protocol (MCP) verbindet Agenten mit CRM-Systemen, Ticketsystemen, internen Dokumenten und Datenbanken. Das Protokoll selbst schreibt weder Zugriffskontrollen noch auditfähige Protokolle oder Verschlüsselung vor. Das hängt von der jeweiligen Umsetzung ab. Ein einmal genehmigter Agent kann zudem seine vorgesehenen Berechtigungen überschreiten. Für CISO und IT folgen daraus diese Schritte: Erstens erfassen, welche KI-Anwendungen und MCP-Verbindungen auf Endgeräten tatsächlich laufen. Zweitens je Agent festlegen, auf welche Dateien, Systeme und Daten er zugreifen darf. Drittens Richtlinien durchsetzen lassen, bevor der Zugriff erfolgt, statt ihn nur im Nachhinein zu protokollieren. Viertens Anbieter von Sicherheitslösungen danach bewerten, welche Risiken sie verhindern, nicht nur danach, welche sie erkennen. Der Gastbeitrag stammt von einem Hersteller von Endgeräteverwaltung; die Einordnung ist seine Sicht.
