
Ein Fachbeitrag vom 06.11.2026 beschreibt, wie sich KI-Agenten in Fachprozessen absichern lassen. KI-Agenten sind Programme, die mit künstlicher Intelligenz Aufgaben selbstständig vorbereiten oder ausführen. Der Vorschlag teilt jede Aktion in eine von vier Klassen ein. Klasse 1 liest und bereitet vor. Klasse 2 führt begrenzte und rückholbare Änderungen aus, zum Beispiel einen Entwurf. Klasse 3 betrifft Fristen, Mengen, Berechtigungen oder externe Nachrichten und braucht eine menschliche Freigabe. Klasse 4 bleibt außerhalb der autonomen Ausführung. Eine feste Regelschicht prüft vor jedem Aufruf eines Fachsystems Rolle, Objekt, Feld, Wert und Prozesszustand. Eine Freigabe verfällt, sobald sich der Fachzustand ändert. Nach einem Verbindungsabbruch wird zuerst der Zustand im Zielsystem geprüft und erst danach erneut geschrieben. Für Versicherer und Banken heißt das in der Umsetzung: Jede geplante KI-Anwendung wird einer Klasse zugeordnet, und für Klasse 3 ist eine freigebende Rolle benannt. Das Protokoll hält Eingabeversion, Regelergebnis, Freigabe und Werkzeugergebnis fest. Das erleichtert die Prüfungsplanung. Vor dem Produktivbetrieb gehören Timeouts, doppelte Nachrichten und veraltete Freigaben in den Test. Bei Kunden aus Versicherung und Bank hat sich bewährt, die Klassenzuordnung vor dem Pilotstart schriftlich festzulegen.
