
Der Digitalverband Bitkom hat am 3. November 2026 in Berlin die Studie „Rechenzentren in Deutschland 2026“ vorgestellt (durchgeführt vom Borderstep Institut). Sie liefert Zahlen, die Banken und Versicherer bei der Planung ihrer Cloud- und KI-Dienstleister nutzen können. Die Kernzahlen der Studie: Der Anteil von KI und Hochleistungsrechnen an der Rechenzentrumskapazität in Deutschland steigt von 20 Prozent im Jahr 2026 auf 36 Prozent im Jahr 2030 und 55 Prozent im Jahr 2035. Die gesamte IT-Anschlussleistung wächst von 3.300 Megawatt im Jahr 2026 auf rund 9.700 Megawatt im Jahr 2035. Die Investitionen steigen 2026 um 57 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Der Strombedarf der Rechenzentren liegt 2026 bei rund 23 Milliarden Kilowattstunden. Hessen bleibt mit rund 1.200 Megawatt der größte Standort, in Brandenburg sind 1.301 Megawatt im Bau. Die Bundesregierung strebt für 2030 etwa 6.000 Megawatt an, die Trendprognose liegt bei 5.500 Megawatt. Für die Praxis ergeben sich drei Schritte. Erstens: Die Standorte der Rechenzentren der IKT-Drittdienstleister im Informationsregister prüfen und festhalten, wo mehrere kritische Dienste am selben Standort oder in derselben Region liegen. Zweitens: Bei Verträgen mit Cloud- und KI-Anbietern fragen, wo Kapazität und Stromversorgung für die kommenden Jahre gesichert sind. Drittens: Die Exit- und Ausweichplanung an den Standorten ausrichten, an denen Konzentration sichtbar wird. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank lohnt es sich, diese Auswertung einmal im Jahr zu wiederholen und mit dem Risikomanagement abzustimmen. Umgesetzt ist der Ansatz, wenn für jeden kritischen Dienst Standort, Ausweichstandort und Verantwortlicher dokumentiert sind. #Banken #Versicherer #Finanzdienstleister #Prüfungsplanung #Qvestcon #MarkusJunge #IKTDrittdienstleister
