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FIDA: EU-Kommission will Finanz­da­ten­ver­ord­nung zurückziehen

Die EU-Kommission will die Finanz­da­ten­ver­ord­nung FIDA (Financial Data Access) zurückziehen. Der Rückzug ist im Arbeits­pro­gramm der Kommission für 2027 angekündigt. FIDA sollte das aus der Zah­lungs­dienste­richt­li­nie PSD2 bekannte Open-Banking-Prinzip auf weitere Finanzdaten übertragen, etwa auf Wert­pa­pier­de­pots, Kredite, Alters­vor­sor­ge­ver­träge und Sach­ver­si­che­run­gen. Der Zugang sollte über stan­dar­di­sierte Schnitt­stel­len (APIs) laufen. Für die Praxis bedeutet das: Verbindliche europäische Zugangsrechte für diese Datenbestände sind vorerst nicht zu erwarten. Die PSD2-Schnitt­stel­len für Zah­lungs­kon­ten bleiben bestehen. Der Rechtsrahmen für Zah­lungs­dienste wird mit PSD3 und der Payment Services Regulation wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Rückzug ist angekündigt und noch nicht vollzogen. Drei Schritte für Vorstand, COO und IT: 1. Den Stand laufender FIDA-Vor­be­rei­tun­gen prüfen und trennen, was nur für FIDA nötig war und was Berech­ti­gungs­ma­nage­ment und Datenkatalog auch im Betrieb nützt. 2. Für Kon­to­in­for­ma­tio­nen und Zah­lungs­ver­kehr markt­ge­trie­bene Lösungen wie die GiroAPI der Deutschen Kre­dit­wirt­schaft prüfen. Sie baut auf Standards der Berlin Group auf und arbeitet auf vertraglicher Grundlage. 3. Die Debatte weiter beobachten. Der Gesamtverband der Deutschen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiff­ei­sen­ban­ken begrüßen den Rückzug. 25 Orga­ni­sa­tio­nen aus dem Fintech-Umfeld hatten im März vor einem Scheitern gewarnt. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank hat sich bewährt, Schnitt­stel­len­pro­jekte am Nutzen für den eigenen Betrieb auszurichten und sie unabhängig vom Regu­lie­rungs­stand mit klaren Ver­ant­wort­li­chen zu führen.

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Gegenüberstellung in zwei Spalten. Entfällt voraussichtlich: verbindliche Zugangsrechte zu weiteren Finanzdaten. Bleibt bestehen: PSD2-Schnittstellen für Zahlungskonten. Empfehlung: FIDA-Projekte nach ihrem Eigennutzen neu bewerten.

Die EU-Kommission will die Finanz­da­ten­ver­ord­nung FIDA (Financial Data Access) zurückziehen. Der Rückzug ist im Arbeits­pro­gramm der Kommission für 2027 angekündigt. FIDA sollte das aus der Zah­lungs­dienste­richt­li­nie PSD2 bekannte Open-Banking-Prinzip auf weitere Finanzdaten übertragen, etwa auf Wert­pa­pier­de­pots, Kredite, Alters­vor­sor­ge­ver­träge und Sach­ver­si­che­run­gen. Der Zugang sollte über stan­dar­di­sierte Schnitt­stel­len (APIs) laufen. Für die Praxis bedeutet das: Verbindliche europäische Zugangsrechte für diese Datenbestände sind vorerst nicht zu erwarten. Die PSD2-Schnitt­stel­len für Zah­lungs­kon­ten bleiben bestehen. Der Rechtsrahmen für Zah­lungs­dienste wird mit PSD3 und der Payment Services Regulation wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Rückzug ist angekündigt und noch nicht vollzogen. Drei Schritte für Vorstand, COO und IT: 1. Den Stand laufender FIDA-Vor­be­rei­tun­gen prüfen und trennen, was nur für FIDA nötig war und was Berech­ti­gungs­ma­nage­ment und Datenkatalog auch im Betrieb nützt. 2. Für Kon­to­in­for­ma­tio­nen und Zah­lungs­ver­kehr markt­ge­trie­bene Lösungen wie die GiroAPI der Deutschen Kre­dit­wirt­schaft prüfen. Sie baut auf Standards der Berlin Group auf und arbeitet auf vertraglicher Grundlage. 3. Die Debatte weiter beobachten. Der Gesamtverband der Deutschen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiff­ei­sen­ban­ken begrüßen den Rückzug. 25 Orga­ni­sa­tio­nen aus dem Fintech-Umfeld hatten im März vor einem Scheitern gewarnt. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank hat sich bewährt, Schnitt­stel­len­pro­jekte am Nutzen für den eigenen Betrieb auszurichten und sie unabhängig vom Regu­lie­rungs­stand mit klaren Ver­ant­wort­li­chen zu führen.

Ori­gi­nal­quelle: IT Finanzmagazin →

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Diese Einordnung bezieht sich auf die verlinkte Ori­gi­nal­quelle. Sie ist keine Rechts­be­ra­tung im Einzelfall.

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