
Auf dem Datacenter Strategy Summit in Heidelberg wurde am 2026-11-02 berichtet, dass die Entscheidung für eigene KI-Infrastruktur keine rein technische Frage ist. Sie hängt davon ab, welche Anwendungen einen messbaren Nutzen versprechen und welche Anforderungen an Datenkontrolle, Verfügbarkeit und Integration bestehen. Nach dem Bericht benötigt nicht jede KI-Anwendung ein neues Hochleistungsrechenzentrum. Häufig komme es darauf an, vorhandene Systeme sinnvoll zu erweitern, Daten zugänglich zu machen und den Betrieb an veränderte Anforderungen anzupassen. Unternehmen müssten außerdem Datenbestände erschließen, Kompetenzen aufbauen und Verantwortlichkeiten klären. Für Banken und Versicherer lässt sich daraus eine Reihenfolge ableiten. Das ist unsere Einordnung. Erstens: Je KI-Anwendung festhalten, welchen messbaren Nutzen sie bringt und wer dafür verantwortlich ist. Zweitens: Je Anwendung die Anforderungen an Datenkontrolle, Verfügbarkeit und Integration in bestehende Prozesse beschreiben. Drittens: Erst danach entscheiden, ob Eigenbetrieb, externer Betrieb oder die Erweiterung vorhandener Systeme passt, und die Entscheidung im IKT-Sourcing-Prozess dokumentieren. Bei unseren Kunden hat sich bewährt, diese drei Angaben in einem kurzen Entscheidungsblatt je Anwendung zu führen, das später auch Prüfern die Herleitung zeigt.
