
Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken bestätigte am 5. November 2026 einen weiteren Cyberangriff auf Kühlhäuser in Bayern. Bei einem Gastro-Unternehmen im Landkreis Roth war die Zieltemperatur der Kühlung über eine Software auf 150 Grad eingestellt worden. Der Betreiber schätzt den Schaden auf etwa 5.000 Euro. Die Kriminalpolizei Schwabach ermittelt. Dasselbe Muster zeigte ein Fall bei einer Metzgerei in der Oberpfalz in der Nacht zum Montag. Dort liegt der Schaden nach aktuellem Ermittlungsstand im fünfstelligen Bereich. Das Polizeipräsidium Regensburg hält einen Zusammenhang mit Angriffen auf Kühlsysteme von Supermärkten in Europa in der Nacht zum 2. November für möglich. Die Polizei rät betroffenen Unternehmen, Angriffe umgehend zu melden. Für Banken und Versicherer lohnt der Blick auf die eigene Betriebstechnik, etwa Kühlung und Klimatechnik in Rechenzentren, Archiven und Filialen. Wie die Täter Zugriff erhielten, nennt die Quelle nicht. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank hat sich ein Vorgehen in drei Schritten bewährt. Erstens werden alle Steuerungen mit Softwarezugang im IKT-Informationsregister erfasst (IKT steht für Informations- und Kommunikationstechnik). Zweitens werden Fernzugänge und Zugangsdaten dieser Steuerungen geprüft. Drittens werden Grenzwerte und Alarme festgelegt, damit eine unplausible Solltemperatur sofort auffällt und der Vorfall ohne Verzug gemeldet werden kann.
