
Mit der kommenden Funktionsversion von Windows 11 ändert Microsoft die Voreinstellung der Windows-Sicherung. Auf verwalteten Geräten mit Microsoft Entra ID, die per Entra join oder hybridem join eingebunden sind, ist das Backup der Nutzereinstellungen künftig standardmäßig aktiv. Es startet automatisch alle acht Tage im Hintergrund. Gesichert werden Nutzereinstellungen, persönliche Präferenzen und die Liste der installierten Microsoft-Store-Apps, nicht aber persönliche Dateien. Für Institute in der Europäischen Union gilt eine Ausnahme: Geräte in der EU bleiben unter dem Digital Markets Act von der automatischen Aktivierung ausgenommen und behalten das Opt-in. Wer Standorte oder Gesellschaften außerhalb der EU betreibt, sollte den Umfang vor dem Update gegen die eigenen Datenschutzvorgaben prüfen. Vorgehen für Administratoren: 1. Prüfen Sie, welche Geräte den Status „Not configured“ haben, denn nur dort greift die neue Voreinstellung. 2. Setzen Sie die gewünschte Vorgabe per Gruppenrichtlinie oder Intune. Mischen Sie beide Wege nicht, weil das zu widersprüchlichen Ergebnissen führt. 3. Dokumentieren Sie die Entscheidung im Konfigurationsstand der Arbeitsplätze. 4. Entscheiden Sie getrennt über die Wiederherstellung. Sie bleibt nach dem Update abgeschaltet und braucht eine eigene Richtlinie. Nach dem Abschalten bleiben bereits gesicherte Angaben im Tenant, bis sie über die Graph-Berechtigung „UserWindowsSettings.ReadWrite.All“ gelöscht werden. Eine bereits gesetzte Vorgabe bleibt beim Update erhalten.
