
Der Sicherheitsanbieter Watchguard hat für das erste Halbjahr 2026 Daten seiner Firewalls ausgewertet. Nach Herstellerangaben erkannte und blockierte jedes Gerät im Schnitt 79 Prozent weniger Netzwerkangriffe als im zweiten Halbjahr 2025 (181 statt 845). Gleichzeitig sei die Zahl bisher unbekannter Malware auf Endgeräten im Vergleich zum Vorjahr um 2.065 Prozent gestiegen. Im zweiten Quartal seien 95,72 Prozent der blockierten Malware nur auf einem einzigen Gerät aufgetaucht. Signaturbasierte Erkennung greift dann kaum noch. Weiter berichtet der Hersteller, 95 Prozent der Malware kämen über TLS-Verbindungen an, aber nur 20 Prozent der Geräte prüften verschlüsselten Datenverkehr. Viele Angriffe zielten zudem auf Lücken, die seit über zehn Jahren bekannt seien. Für CISO und IT-Betrieb in Banken und Versicherern folgt daraus: Erstens prüfen, ob verschlüsselter Datenverkehr an den Netzübergängen untersucht wird. Zweitens verhaltensbasierte Erkennung auf Endgeräten absichern. Drittens alte Schwachstellen und nicht mehr unterstützte Edge-Geräte abbauen. Viertens Multifaktor-Authentifizierung durchsetzen. Die Zahlen sind Herstellerangaben aus einer Pressemitteilung und keine unabhängige Messung.
