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Siemens Software Center: Lücke wird aktiv ausgenutzt

Siemens warnt vor aktiver Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2026-110936 (CVSS 8,4) im Siemens Software Center. Betroffen sind alle Versionen vor V4.0.9.8. Angreifer legen eigene Pro­gramm­bi­blio­the­ken (DLL-Dateien) neben die signierte Anwendung, die diese beim Start ungeprüft lädt (DLL-Sideloading). Sie brauchen dafür lokalen Zugriff. Die CISA hat die Lücke am 20.10.2026 in ihren Katalog bekannt ausgenutzter Schwach­stel­len (KEV) aufgenommen. Siemens ordnet die Angriffe der ClickFix-Kampagne „Romulus“ zu: Nutzer werden dazu gebracht, einen Befehl von einer Webseite selbst auszuführen. Siemens nennt keine Kom­pro­mit­tie­rung eigener Systeme, Produkte oder Update-Kanäle. Was CISO und IT jetzt tun: Erstens im Software-Bestand prüfen, ob das Software Center auf Arbeits­plät­zen oder Ent­wick­lungs­rech­nern installiert ist, und auf V4.0.9.8 oder neuer aktualisieren. Laut Siemens aktualisieren sich vorhandene Versionen beim nächsten Start selbst. Zweitens Proxy- und Firewall-Protokolle auf die von Siemens genannten Indikatoren durchsuchen: die IP-Adressen 96.62.218[.]59 und 2.27.248[.]127 sowie die Domain wizard­ex­pen­sive[.]com. Drittens auf unerwartete DLL-Dateien neben der Datei Sie­mens­Soft­ware­Cen­ter.exe achten, vor allem unter AppData\Local\Programs, und auf einen Ordner „SM Software Provisioning Service“ dort. Viertens die Erkennung über Ord­ner­struk­tur und Pro­zess­ver­hal­ten aufbauen, nicht über den Datei-Hash, denn die Siemens-Datei selbst ist echt und gültig signiert. Fünftens Mitarbeitende anweisen, nie Befehle aus einer Webseite in das Ausführen-Fenster (Win+R) oder in PowerShell einzufügen. Bei Anzeichen einer Kom­pro­mit­tie­rung gilt: Rechner isolieren, Prozess beenden, Autostart-Eintrag und Aufgabe entfernen, Passwörter zurücksetzen und den Incident-Response-Prozess starten. Einordnung von Qvestcon: Das Muster, eine ver­trau­ens­wür­dige signierte Anwendung mit unter­ge­scho­be­nen Bibliotheken zu missbrauchen, ist nicht auf diese Software beschränkt. Es lohnt sich, die Regeln für Instal­la­ti­ons­quel­len und die Erken­nungs­lo­gik im Sicher­heits­be­trieb daran zu prüfen. Banken und Versicherer sollten zudem klären, ob der Vorfall in ihrem IKT-Risi­ko­ma­nage­ment als Hinweis auf nicht freigegebene Software auf Endgeräten geführt wird.

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Ablaufdiagramm mit drei Bahnen: Der IT-Betrieb prüft den Bestand und aktualisiert auf Version V4.0.9.8 oder neuer. Der Sicherheitsbetrieb durchsucht Protokolle nach Indikatoren und verankert die Erkennung über Ordnerstruktur und Verhalten. Bei einem Fund isoliert die Incident Response den Rechner und setzt Passwörter zurück.

Siemens warnt vor aktiver Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2026-110936 (CVSS 8,4) im Siemens Software Center. Betroffen sind alle Versionen vor V4.0.9.8. Angreifer legen eigene Pro­gramm­bi­blio­the­ken (DLL-Dateien) neben die signierte Anwendung, die diese beim Start ungeprüft lädt (DLL-Sideloading). Sie brauchen dafür lokalen Zugriff. Die CISA hat die Lücke am 20.10.2026 in ihren Katalog bekannt ausgenutzter Schwach­stel­len (KEV) aufgenommen. Siemens ordnet die Angriffe der ClickFix-Kampagne „Romulus“ zu: Nutzer werden dazu gebracht, einen Befehl von einer Webseite selbst auszuführen. Siemens nennt keine Kom­pro­mit­tie­rung eigener Systeme, Produkte oder Update-Kanäle. Was CISO und IT jetzt tun: Erstens im Software-Bestand prüfen, ob das Software Center auf Arbeits­plät­zen oder Ent­wick­lungs­rech­nern installiert ist, und auf V4.0.9.8 oder neuer aktualisieren. Laut Siemens aktualisieren sich vorhandene Versionen beim nächsten Start selbst. Zweitens Proxy- und Firewall-Protokolle auf die von Siemens genannten Indikatoren durchsuchen: die IP-Adressen 96.62.218[.]59 und 2.27.248[.]127 sowie die Domain wizard­ex­pen­sive[.]com. Drittens auf unerwartete DLL-Dateien neben der Datei Sie­mens­Soft­ware­Cen­ter.exe achten, vor allem unter AppData\Local\Programs, und auf einen Ordner „SM Software Provisioning Service“ dort. Viertens die Erkennung über Ord­ner­struk­tur und Pro­zess­ver­hal­ten aufbauen, nicht über den Datei-Hash, denn die Siemens-Datei selbst ist echt und gültig signiert. Fünftens Mitarbeitende anweisen, nie Befehle aus einer Webseite in das Ausführen-Fenster (Win+R) oder in PowerShell einzufügen. Bei Anzeichen einer Kom­pro­mit­tie­rung gilt: Rechner isolieren, Prozess beenden, Autostart-Eintrag und Aufgabe entfernen, Passwörter zurücksetzen und den Incident-Response-Prozess starten. Einordnung von Qvestcon: Das Muster, eine ver­trau­ens­wür­dige signierte Anwendung mit unter­ge­scho­be­nen Bibliotheken zu missbrauchen, ist nicht auf diese Software beschränkt. Es lohnt sich, die Regeln für Instal­la­ti­ons­quel­len und die Erken­nungs­lo­gik im Sicher­heits­be­trieb daran zu prüfen. Banken und Versicherer sollten zudem klären, ob der Vorfall in ihrem IKT-Risi­ko­ma­nage­ment als Hinweis auf nicht freigegebene Software auf Endgeräten geführt wird.

Ori­gi­nal­quelle: Security-Insider →

Diese Einordnung bezieht sich auf die verlinkte Ori­gi­nal­quelle. Sie ist keine Rechts­be­ra­tung im Einzelfall.

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