
In einem Gastbeitrag vom 28.10.2026 beschreibt Sven Heisig, Senior Manager Solutions Engineering bei einem Speicherhersteller, wie Speichersysteme in die Abwehr von Cyberangriffen eingebunden werden können. Er nennt branchenweite Analysen, nach denen durchschnittlich 276 Tage vergehen, bis ein Sicherheitsvorfall erkannt und unter Kontrolle gebracht ist. Die DSGVO verlangt die Meldung einer Datenpanne innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Aufsichtsbehörde. Als Ursache für träge Abwehr nennt der Beitrag die organisatorische Trennung: Speicherteams achten auf Leistung, Verfügbarkeit und Datensicherung, Sicherheitsteams auf Netzwerke, Endpunkte, Identitäten und Zugriffsrechte. Die Speicherebene, ein bevorzugtes Ziel von Ransomware, bleibe für das Security Operations Center oft ein blinder Fleck. Als Gegenmaßnahmen nennt der Beitrag drei Bausteine. Erstens erkennt das Speichersystem Auffälligkeiten selbst, etwa ungewöhnliche Verschlüsselungsmuster, Massenzugriffe oder Massenlöschungen. Zweitens meldet es Angriffstyp, Schweregrad, IP-Adressen, Benutzer-IDs und betroffene Volumes automatisch an ein SIEM (Security Information and Event Management). Drittens löst ein SOAR (Security Orchestration, Automation and Response) vordefinierte Playbooks aus: unveränderliche Snapshots, Sperrung verdächtiger Konten oder IP-Adressen, logische Trennung gefährdeter Volumes. Der Autor erwartet, dass sich so die Reaktionszeit von Monaten auf Minuten verkürzt und regulatorische Vorgaben wie NIS-2 oder DORA verlässlicher einzuhalten sind. Das ist die Sicht eines Herstellers; Messwerte dazu nennt der Beitrag nicht. Einordnung von Qvestcon: Für COO und CISO ist die Frage praktisch. Hat die Notfallplanung Speicher und Datensicherung als eigenen Baustein, mit benanntem Verantwortlichen auf beiden Seiten? Ein gemeinsames Playbook von Storage- und Security-Team, das die Recovery-Ziele RPO und RTO ausdrücklich enthält, lässt sich in Prüfungen leichter belegen. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank scheitert die Abstimmung selten an Technik, sondern an fehlenden Zuständigkeiten. #Banken #Versicherer #Finanzdienstleister #Prüfungsplanung #Qvestcon #MarkusJunge #Ransomware #Cyberresilienz #DORA
