
Camunda, ein Anbieter von Prozessautomatisierung, kündigt für den 11. November 2026 um 11:00 Uhr einen Webcast zu seiner Studie „Die KI-Prozesslücke“ an. Nach Angaben des Anbieters sind bei 72 Prozent der Unternehmen KI-Projekte an ihren Prozessen gescheitert, im Schnitt mit Kosten von 1,33 Millionen Euro. Der Anbieter erklärt dies damit, dass viele Abläufe für Menschen entworfen wurden: Einer prüft, ein anderer gibt frei, dann geht der Vorgang weiter. Ein KI-Agent wartet an denselben Übergabepunkten, und der Zeitgewinn entfällt. Für Banken und Versicherer, die KI in Schadenbearbeitung, Antragsprüfung oder Kundenservice einsetzen wollen, ist die Frage damit eine andere: Nicht das Modell, sondern der Ablauf drumherum bestimmt den Nutzen. Praktisch bedeutet das, vor dem KI-Einsatz die Übergabepunkte und Freigaben des Prozesses zu erfassen und festzulegen, an welchen Stellen die menschliche Aufsicht bleibt. Die Studie stammt vom Anbieter selbst, die Zahlen liegen hier nur als Anbieterangabe vor. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank beginnt ein tragfähiger KI-Einsatz mit dem dokumentierten Prozessmodell.
