
In 52 Prozent der deutschen Großunternehmen mit KI-Nutzung läuft KI produktiv im IT-Betrieb. In Großbritannien und Frankreich sind es jeweils 29 Prozent. Das zeigt der Report „The State of Operational AI in Europe 2026“. Das Marktforschungsinstitut Censuswide hat dafür im Auftrag des Anbieters Datadog zwischen dem 4. und 24. August 2026 insgesamt 756 IT-Entscheider befragt. Die Unternehmen haben mindestens 1.000 Beschäftigte und setzen KI bereits ein. 54 Prozent der deutschen Befragten sagen, die Einführung gehe schneller voran, als ihr Unternehmen sie steuern könne. Im Schnitt der drei Länder sind es 43 Prozent. Nur sechs Prozent sehen ihre Governance der Einführung voraus. Aufschlussreich ist, wer die Lücke benennt. Unter den nach eigener Einschätzung am weitesten fortgeschrittenen Unternehmen sagen 65 Prozent, die Governance komme nicht mit. Bei Unternehmen mit geringer KI-Reife ist es nur etwa jedes fünfte. Zugleich können nur zehn Prozent dieser wenig reifen Unternehmen immer belegen, wie eine KI-gestützte Entscheidung zustande kam. Bei den fortgeschrittenen sind es 36 Prozent. Vollständigen Einblick in unerwartetes Verhalten von KI-Agenten haben bei den Einsteigern zehn Prozent, bei den reifsten 36 Prozent. Eine vollständige Prüfspur für KI-Entscheidungen legen insgesamt nur 20 Prozent immer vor. Einordnung von Qvestcon für Banken und Versicherer: Sicherheit im Gefühl ersetzt keine Nachweise. Vor dem Rollout sollten Zuständigkeiten, Protokollierung der Entscheidungen und Beobachtung des Agentenverhaltens feststehen. Die Reife ist von den Befragten selbst eingeschätzt, und Datadog vertreibt Software zur Überwachung von KI-Systemen. Die Werte sind deshalb eine Herstellerumfrage, keine Prüfung.
