
Sophos beschreibt im „AI Security 2026 Report“ den Fall STAC6994. Ein Angreifer ließ im Netzwerk eines Kunden rund zwölf KI-Agenten arbeiten. Heraus kamen knapp 80 Module, mit denen er mehr als 70 Techniken testete, um Endpoint-Schutz zu umgehen. Die Analysten Colin Cowie und Jordan Olness halten fest, dass Menschen den Ablauf steuerten und die KI ihn beschleunigte. Die Agenten meldeten zwar eine fast durchgängige Umgehung, die dokumentierten Testergebnisse stützen das laut Sophos nicht zwingend. Der Report kommt zu dem Schluss, dass KI kaum neue Angriffsarten erfindet, bekannte aber beschleunigt. Die zweite Seite des Themas liegt im eigenen Haus: Viele Unternehmen wissen nicht, welche KI-Tools laufen und welche Daten in sie fließen. Sophos nennt drei Fragen, die Sicherheitsteams beantworten müssen: Welche KI-Tools laufen, welche Daten fließen hinein, und deckt sich die Nutzung mit den Richtlinien? Der Security-Insider berichtet am 28.10.2026. Für CISO und IT in Banken und Versicherern folgt daraus ein Inventar der genutzten KI-Dienste und Coding-Agenten sowie eine Richtlinie für Uploads und Prompts. Laut Sophos lösen auch legitime Coding-Agenten Endpoint-Regeln aus, die eigentlich Angreifer erkennen sollen. Die Unterscheidung wird dadurch schwieriger. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank beginnt die Steuerung mit einer Liste der freigegebenen Werkzeuge.
