
Laut einer in der COMPUTERWOCHE-Ankündigung vom 5. November 2026 zitierten Studie rechnen 74 Prozent der Unternehmen bis 2027 mit einem zumindest moderaten Einsatz von KI-Agenten. Nur 21 Prozent haben ein ausgereiftes Governance-Modell für agentische KI. Die Ankündigung beschreibt das Muster: Der Einkauf baut Agenten im ERP-System, der Vertrieb in einem anderen System, die IT beim Cloud-Anbieter. Wie viele Agenten es gibt, wem sie gehören und auf welche Daten sie zugreifen, weiß oft niemand genau. Für Banken und Versicherer ergibt sich daraus eine Reihenfolge: 1. Ein Inventar aller KI-Agenten, Sprachmodelle und MCP-Server anlegen, auch außerhalb der zentralen IT. 2. Je Agent einen Verantwortlichen, die genutzten Daten und den Geschäftsnutzen festhalten. 3. Ein Verfahren für Freigabe und Abschaltung festlegen. 4. Jeden Agenten einer Risikoklasse nach der EU-KI-Verordnung zuordnen. Die Umsetzung erkennt man daran, dass jeder laufende Agent im Inventar steht und einen benannten Verantwortlichen hat. Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank gelingt das am schnellsten, wenn das Inventar an die bestehende Architekturdokumentation anknüpft.
