
Der Hersteller Zero Networks hat einen KI-Agenten (Claude Code) als autonomen Angreifer gegen ein von ihm segmentiertes Testlabor mit mehreren hundert Systemen antreten lassen. Nach Herstellerangaben versuchte der Agent 18 Angriffstaktiken, darunter Kerberoasting und Pass-the-Ticket. Erfolg hatte er nur auf dem einen absichtlich unsegmentierten Host. Auf geschützte Systeme konnte er sich nicht seitlich ausbreiten, Systemrechte oder Domain-Admin-Rechte erreichte er nicht. Das gilt als Hinweis, dass Segmentierung den Schaden eines Erstzugriffs begrenzt, unabhängig davon, ob Mensch oder Maschine angreift. Für Banken und Versicherer lässt sich daraus ein Vorgehen ableiten: Erstens von einem möglichen Einbruch ausgehen („Assume Breach“). Zweitens jedem System nur den Netzwerkzugriff geben, den es zur Kommunikation braucht. Drittens zuerst die Systeme mit den wichtigsten Daten abtrennen. Umgesetzt ist die Maßnahme, wenn ein kompromittierter Rechner im Test keinen zweiten erreicht. Der Test stammt vom Hersteller selbst und ist kein unabhängiger Nachweis.
