
Auf der it-sa in Nürnberg hat das Startup Fuzzware den Athene Startup Award UP26@it-sa gewonnen. Das Unternehmen setzt bei einem Problem an, das Hersteller vernetzter Geräte betrifft: Eingebettete Geräte wie Ladestationen werden per Fuzzing, also dem automatisierten Testen mit Zufallseingaben, meist nur mit einigen tausend bis zehntausend Eingaben geprüft. Wirksam wären nach Angabe des Gründers hundert Millionen bis eine Milliarde. Fuzzware lagert die Firmware dafür auf leistungsstarke Rechner aus und testet sie über einen automatisiert erzeugten digitalen Zwilling. Ein Test gilt als abgeschlossen, wenn nach etwa zehn Millionen Eingaben keine neuen Firmware-Zustände mehr gefunden werden. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es laut dem Gründer ohne formale Analyse nicht, eine Garantie wird nicht übernommen. Der Hintergrund: Der Cyber Resilience Act (CRA) schreibt diese Art von Testing laut Bericht ab Dezember des kommenden Jahres vor. Für Banken und Versicherer ist das vor allem bei zugekaufter Hard- und Software mit digitalen Elementen relevant, etwa in Filial-, Zahlungs- und Gebäudetechnik. Aus der Praxis folgt eine einfache Prüffrage an Lieferanten: Welche Tests laufen vor der Auslieferung, wie viele Eingaben werden geprüft und wie wird das Ergebnis belegt? Diese Nachweise gehören in die Dienstleistersteuerung und ins IKT-Register.
