
Cloud-Kapazität aus Europa kann von Exportkontrollen der USA betroffen sein. Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI verhandelt laut CNBC mit europäischen Rechenzentrumsbetreibern über Cluster mit 8.000 oder mehr Blackwell-GPUs. Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Exportkontrollen auf cloudbasierten Fernzugriff ausweiten soll; der Senat hat noch nicht zugestimmt. Nvidia verlangt von Cloud-Anbietern, mindestens 51 Prozent ihrer Kapazität an nicht-chinesische Kunden zu vermarkten. Für Banken und Versicherer, die GPU-Leistung für KI-Anwendungen einkaufen, ergibt sich daraus eine praktische Prüfliste. Erstens: Fragen Sie Cloud-Anbieter, ob Kapazitäten im Rahmen solcher Vereinbarungen vergeben werden und welche Auflagen der Hersteller gelten. Zweitens: Lassen Sie sich im Vertrag zusichern, dass Sie über Änderungen der Verfügbarkeit rechtzeitig informiert werden. Drittens: Halten Sie im IKT-Register fest, welche KI-Anwendung von welcher Kapazität abhängt und welche Ausweichlösung besteht. Das ist Einordnung von Qvestcon, die Meldung selbst nennt keine Folgen für Finanzunternehmen. Bei unseren Kunden hat sich bewährt, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern vor dem Vertragsschluss zu beschreiben statt erst im Störfall.
