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FAQ · Register, Daten und Steue­rungs­werk­zeuge

Warum ist der Rech­nungs­adres­sat nicht automatisch Nutzer?

Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.

Antwort

Im IKT-Infor­ma­ti­ons­re­gis­ter nach DORA stehen drei Rollen nebeneinander: der Ver­trags­part­ner, der Rech­nungs­adres­sat oder Kostenträger und der Nutzer der IKT-Dienst­leis­tung. Gesellschaft A zahlt die Rechnung, Gesellschaft B nutzt die Leistung für ihre Prozesse.

Das Register wird nach Art. 28 Abs. 3 DORA auf Unter­neh­mens­ebene sowie auf teil­kon­so­li­dier­ter und kon­so­li­dier­ter Ebene geführt. Zahlung ist keine Nutzung. Wer den Zahler als Nutzer einträgt, verfälscht die Sicht der Gesellschaft B auf ihre IKT-Abhän­gig­kei­ten, zum Beispiel bei der Unter­schei­dung zwischen kritischen oder wichtigen Funktionen und übrigen Ver­ein­ba­run­gen.

Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank entstehen diese Lücken meist in Konzernen mit zentraler Rech­nungs­stel­lung. Markus Junge empfiehlt, die Rolle des Nutzers bei der Fachseite zu erfragen und die Kostenstelle nur als Angabe zum Kostenträger zu führen.

In der Praxis

Der Leiter Regulatorik legt je IKT-Dienst­leis­tung und Gesellschaft eine Registerzeile mit den Rollen Ver­trags­part­ner, Rech­nungs­adres­sat und Nutzer an und lässt die Nutzer von den Fachbereichen bestätigen.

  • Jede Gesellschaft, die eine Leistung für ihre Prozesse verwendet, steht als Nutzer im Register.
  • Der Rech­nungs­adres­sat ist als eigenes Feld geführt und fließt nicht in die Zuordnung der Nutzung ein.
  • Bei Kon­zern­ver­trä­gen mit zentraler Rech­nungs­stel­lung gleicht das Register die Zeilen mit den tatsächlichen Nutzern ab.

Nachweis: Als Nachweis dient je Dienst­leis­tung und Gesellschaft eine Registerzeile mit der Bestätigung des jeweiligen Fachbereichs.

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