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FAQ · Umsetzung in der Praxis

Wer pflegt das Prozessmodell nach dem Projekt?

Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.

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Antwort

Die Pflege liegt bei einem benannten Fach­ver­ant­wort­li­chen im Haus, etwa beim COO oder beim Leiter Pro­zess­ma­nage­ment. Der Berater liefert das Modell.

Art. 6 DORA sieht vor, den IKT-Risi­ko­ma­nage­ment­rah­men mindestens einmal jährlich sowie nach schwer­wie­gen­den IKT-Vorfällen und nach Fest­stel­lun­gen der Aufsicht oder aus Prüfungen zu dokumentieren und zu überprüfen. Diese Anlässe eignen sich als feste Ände­rungs­er­eig­nisse für das Prozessmodell, weil sich aus jedem von ihnen Anpassungen an Abläufen und Zustän­dig­kei­ten ergeben können.

Aus unserer Erfahrung bei Kunden aus Versicherung und Bank bleibt ein Modell aktuell, wenn Änderungsweg und Rückfallstand schriftlich feststehen. Markus Junge empfiehlt, die Pflege an die Jah­res­über­prü­fung des Rahmens zu koppeln.

In der Praxis

Der COO benennt je Pro­zess­be­reich einen Fach­ver­ant­wort­li­chen und legt einen Pflegeplan mit Ände­rungs­er­eig­nis­sen, Zuständigen, Datenprüfung, Freigabe und Rückfallweg fest.

  • Jedes Ände­rungs­er­eig­nis (Jah­res­über­prü­fung, schwer­wie­gen­der IKT-Vorfall, Feststellung der Aufsicht oder der Revision) hat einen Zuständigen und eine Frist.
  • Eine Datenprüfung vor der Freigabe zeigt, dass Pro­zess­schritte, Rollen und Sys­tem­zu­ord­nung vollständig sind.
  • Der letzte freigegebene Stand ist abrufbar, damit eine fehlerhafte Änderung zurück­ge­nom­men werden kann.

Nachweis: Als Nachweis dient der Pflegeplan mit Ver­ant­wort­li­chen, Änderungsweg und Datum der letzten Jah­res­über­prü­fung.

Belege