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FAQ · DORA in der Praxis

Was verlangt DORA an Aus­stiegs­stra­te­gien für IKT-Dienst­leis­tun­gen?

Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.

Antwort

Für kritische oder wichtige ausgelagerte Funktionen benötigen Finanz­un­ter­neh­men eine Aus­stiegs­stra­te­gie. Daneben verlangt DORA nach der BaFin eine Risikoanalyse und eine Due-Diligence-Prüfung vor Ver­trags­ab­schluss sowie die Überwachung der Risiken während des gesamten Lebenszyklus.

Ob sich Funktionen bei einem Ausfall des Dienst­leis­ters zurückholen oder verlagern lassen, hängt nach der BaFin davon ab, ob eine Abhängigkeit besteht. Besteht keine, könnten die kritischen oder wichtigen Funktionen bei einer langfristigen Störung oder einem Ausfall ganz oder teilweise zurückgeholt oder auf einen alternativen Dienstleister migriert werden. Ein Abhän­gig­keits­ver­hält­nis entsteht, wenn Finanz­un­ter­neh­men die Dienst­leis­tung faktisch nicht selbst erbringen können oder dies wirt­schaft­lich nicht sinnvoll erscheint und ein Wechsel mangels Alternativen nicht möglich oder praktisch sehr schwierig ist.

Die BaFin beobachtet, dass manche Finanz­un­ter­neh­men ausgelagerte Aktivitäten wieder ins Unternehmen zurückholen und andere eine Multi-Vendor-Strategie erwägen. Kommt ein kritischer IKT-Dritt­dienst­leis­ter Empfehlungen der Aufsicht nicht nach, können Auf­sichts­be­hör­den die Unternehmen auffordern, vorübergehend auf ihn zu verzichten oder die Zusam­men­ar­beit ganz zu kündigen.

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