Nach Angabe des Autors fließen jährlich rund 225 Milliarden Euro aus öffentlicher Hand und europäischer Wirtschaft in US-amerikanische Cloud-Dienste, oft ohne Plan B. Das schreibt der Field CTO eines europäischen Cloud-Anbieters in einem Gastbeitrag. Der Beitrag ist eine Anbieterposition, keine unabhängige Marktanalyse. Der Autor versteht digitale Souveränität nicht als vollständige Autarkie von den US-Hyperscalern. Er beschreibt drei Eigenschaften. Erstens Überlebensfähigkeit: Geschäftskritische Daten und Geschäftsvorfälle müssen in einer Infrastruktur liegen, die weiterläuft. Zweitens Handlungsfreiheit: Vendor-Lock-ins werden vermieden, und eine zweite Alternativlösung steht jederzeit bereit. Drittens Transparenz, für die er Open Source als wesentlichen Baustein nennt. Für den Weg aus bestehenden Abhängigkeiten nennt der Beitrag zwei praktische Ansatzpunkte. Wer cloud-nativ entwickelt, kann nach Darstellung des Autors oft mit denselben Werkzeugen auf einer anderen Plattform neu bereitstellen. Außerdem sollten Daten mit hohem Schutzbedarf für geistiges Eigentum oder mit Datenschutzbezug sauber getrennt in europäischer Infrastruktur liegen. Einordnung von Qvestcon: Für IKT-Sourcing in Banken und Versicherern ist die Frage der zweiten Alternativlösung praktisch prüfbar. Sie lässt sich je kritischem Dienst klären: Gibt es eine Ausstiegsoption, und liegen die Daten so getrennt, dass ein Wechsel möglich wäre?
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Digitale Souveränität: Drei Eigenschaften statt Autarkie
Nach Angabe des Autors fließen jährlich rund 225 Milliarden Euro aus öffentlicher Hand und europäischer Wirtschaft in US-amerikanische Cloud-Dienste, oft ohne Plan B. Das schreibt der Field CTO eines europäischen Cloud-Anbieters in einem Gastbeitrag. Der Beitrag ist eine Anbieterposition, keine unabhängige Marktanalyse. Der Autor versteht digitale Souveränität nicht als vollständige Autarkie von den US-Hyperscalern. Er beschreibt drei Eigenschaften. Erstens Überlebensfähigkeit: Geschäftskritische Daten und Geschäftsvorfälle müssen in einer Infrastruktur liegen, die weiterläuft. Zweitens Handlungsfreiheit: Vendor-Lock-ins werden vermieden, und eine zweite Alternativlösung steht jederzeit bereit. Drittens Transparenz, für die er Open Source als wesentlichen Baustein nennt. Für den Weg aus bestehenden Abhängigkeiten nennt der Beitrag zwei praktische Ansatzpunkte. Wer cloud-nativ entwickelt, kann nach Darstellung des Autors oft mit denselben Werkzeugen auf einer anderen Plattform neu bereitstellen. Außerdem sollten Daten mit hohem Schutzbedarf für geistiges Eigentum oder mit Datenschutzbezug sauber getrennt in europäischer Infrastruktur liegen. Einordnung von Qvestcon: Für IKT-Sourcing in Banken und Versicherern ist die Frage der zweiten Alternativlösung praktisch prüfbar. Sie lässt sich je kritischem Dienst klären: Gibt es eine Ausstiegsoption, und liegen die Daten so getrennt, dass ein Wechsel möglich wäre?
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