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FAQ · Verträge und laufende Steuerung

Wie legt Ihr Haus die Verantwortung fest, wenn mehrere Funktionen an einer bezogenen Leistung beteiligt sind?

Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.

Antwort

Klare Verantwortung entsteht, wenn ein fachlicher Eigentümer die bezogene Leistung trägt und Risiko, Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit, Datenschutz, Not­fall­ma­nage­ment, Einkauf und Recht als getrennte Prüfer mit je eigenem Freigabepunkt beitragen. Das Gesetz lässt die Verantwortung dabei beim auslagernden Haus.

Nach § 25b KWG darf die Auslagerung nicht zu einer Übertragung der Verantwortung der Geschäfts­lei­ter an das Aus­la­ge­rungs­un­ter­neh­men führen. Nach § 32 VAG bleibt das ausgliedernde Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men für die Erfüllung aller auf­sichts­recht­li­chen Vorschriften ver­ant­wort­lich. Für die Ausgliederung von Schlüs­sel­funk­tio­nen verlangt die Aufsicht bei Versicherern stets eine Aus­glie­de­rungs­be­auf­tragte oder einen Aus­glie­de­rungs­be­auf­trag­ten. Tragfähig bleibt die Rollenmatrix, wenn die zentrale Qua­li­täts­si­che­rung prüft und der Fachbereich das fachliche Risiko trägt.

In der Praxis

Ver­öf­fent­li­chen Sie eine knappe Rollenmatrix entlang des Leis­tungs­le­bens­zy­klus.

  • Benennen Sie je Leistung einen fachlichen Eigentümer.
  • Legen Sie Prüf- und Frei­ga­be­punkte je Funktion fest.
  • Definieren Sie die Eskalation bei Konflikten.

Nachweis: Als Nachweis dient die Rollenmatrix mit Stell­ver­tre­tun­gen.

Belege