FAQ · Verträge und laufende Steuerung
Wie geht Ihr Haus mit einem schweren Verstoß gegen vereinbarte Leistungsziele um?
Freigegebene Antwort von Qvestcon mit Fundstellen.
Antwort
Bei einer Auslagerung macht eine Vorfallakte mit Entscheidung, Maßnahme und Wirksamkeitsprüfung aus dem Verstoß eine Steuerungsentscheidung der Geschäftsleitung. Am Anfang steht die Auswirkung auf Prozesse, Kunden, Daten und Wiederanlauf. Betrifft der Verstoß einen IKT-bezogenen Vorfall, müssen Finanzunternehmen ihn anhand bestimmter Kriterien klassifizieren und jeden Vorfall melden, den sie als schwerwiegend einstufen.
Ursachenbericht und Zeitachse tragen die vertraglichen Rechte und die Maßnahmen mit Verantwortlichem und Fälligkeit. Ändert sich das Risikoprofil wesentlich, verlangt die Aufsicht bei Versicherern eine erneute Risikoanalyse und die Entscheidung über Fortführung oder Beendigung der Ausgliederung. Eine Vertragsstrafe allein behebt die Ursache nicht.
In der Praxis
Prüfen Sie Auswirkung und Meldepflicht zuerst.
- Sichern Sie Ursachenbericht und Zeitachse.
- Vereinbaren Sie Maßnahmen mit Verantwortlichem und Fälligkeit.
- Überwachen Sie Wiederholung und Wirksamkeit der Maßnahmen.
- Prüfen Sie bei wiederholten Verstößen, ob Risikoanalyse, Dienstleisterbewertung, Vertragsstrategie oder Ausstiegsplan angepasst werden.
Nachweis: Als Nachweis dient die Vorfallakte mit Entscheidung, Maßnahme und Wirksamkeitsprüfung.
